Street Photography in Wien – Wie zwei Tage mit Mike Chudley meinen Blick verändert haben

Street Photography in Wien im besten Licht – nicht nur visuell, sondern auch kreativ. Zwischen Altstadtgassen, Spiegelungen in Schaufenstern und dem leisen Rhythmus der Stadt wurde mir in diesen zwei Tagen klar: Street Photography ist kein Zufall. Sie ist Entscheidung. Haltung. Und vor allem: Sehen lernen.

Der Ausgangspunkt? Der Leica Store in der Seilergasse. Ein Ort, der sich weniger wie ein Geschäft anfühlt – und mehr wie ein kreativer Treffpunkt. Gespräche auf Augenhöhe, ein Kaffee in der Hand, Fotobücher zum Durchblättern und Bilder, die inspirieren. Genau der richtige Rahmen für das, was folgen sollte.

Leica Store Wien – Mehr als nur ein Kamerageschäft

Der Leica Store in der Seilergasse ist kein klassischer Retail-Spot. Es ist ein Raum für Austausch, für Ideen, für Fotografie als Haltung. Hier beginnt kein Kaufprozess – hier beginnt ein Denkprozess.

Zwischen Galerie, Gesprächen und diesem besonderen Leica-Flair entsteht etwas, das man schwer beschreiben kann: Inspiration, die hängen bleibt.

Street Photography Workshop mit Mike Chudley – Lernen, anders zu sehen

Zwei Tage auf der Straße mit – meiner Meinung nach – einem der spannendsten Street Photographer unserer Zeit: Mike Chudley. Und schnell wird klar: Mike fotografiert nicht einfach – er denkt in Bildern.

Es geht nicht primär um Kameraeinstellungen. Sein Ansatz ist kein technischer. Es geht um Wahrnehmung.

Mike ist ein Meister darin, Alltagsmomente zu transformieren. Dinge, an denen wir normalerweise vorbeigehen, werden unter seinem Blick zu visuellen Geschichten.

Mehr als ein Fotograf – Mike als Mensch

Was mich fast noch mehr beeindruckt hat als seine Art zu fotografieren, war seine Art zu sein.

Der Mike, den man von YouTube kennt – ruhig, fokussiert, mit diesem besonderen Blick für Details – ist genau der gleiche Mensch auf der Straße. Keine Fassade, kein Unterschied. Einfach authentisch.

Und vor allem: unglaublich angenehm im Umgang.

Zwischen den Sessions ging es nie nur um Fotografie. Es waren Gespräche über den Alltag, über Gedanken, über Perspektiven, über Familie. Ganz natürlich, ganz ungezwungen.

Man merkt schnell: Hier steht kein „großer Fotograf“, der etwas vorgibt – sondern jemand, der selbst neugierig geblieben ist.

Genau das macht ihn so inspirierend.

Nicht nur, weil er starke Bilder macht – sondern weil er zeigt, wie man die Welt betrachtet.

Der kreative Prozess – Fotografie als Zusammenspiel von Elementen

Ein starkes Foto entsteht dann, wenn mehrere visuelle Komponenten miteinander „klicken“:

  • Person + Hintergrund
  • Farbe + Bewegung
  • Spiegelung + Figur

 

Das Ziel?

Nicht einfach dokumentieren, sondern interpretieren, verdichten, neu kombinieren.

Oder anders gesagt: Das Bild soll interessanter sein als das Motiv selbst.

Visuelle Trigger erkennen – Die mentale Checkliste auf der Straße

Ein zentrales Learning: Aufmerksamkeit ist trainierbar.

Mike arbeitet mit einer Art mentale Checkliste – visuelle Trigger, die er aktiv sucht:

  • Farben wie Rot oder Gelb
  • Schatten und Reflexionen
  • Linien, Formen, Rahmen
  • Wiederholungen und Muster
  • Bewegung vs. Stillstand
  • Gesten, Hände, kleine Details
  • Text, Werbung, urbane Elemente

 

Diese „Signale“ sind überall. Man muss nur lernen, sie zu sehen.

Geduld & Timing – Der Moment existiert vielleicht noch gar nicht

„Der Moment ist vielleicht noch gar nicht passiert.“

Statt hektisch durch die Straßen zu laufen, geht es darum, Szenen zu erkennen – und dann zu bleiben.

  • Szene sehen
  • Position wählen
  • Warten
  • Beobachten, wie sich alles entwickelt

 

Viele geben zu früh auf. Aber genau im Warten entsteht oft das Bild.

Fishing vs. Hunting – Der richtige Mix auf der Straße

Street Photography ist ein Spiel aus zwei Strategien:

  • Fishing (ca. 75%)
    Einen guten Spot finden und warten, bis sich Elemente kombinieren
  • Hunting (ca. 25%)
    Aktiv durch die Stadt bewegen und neue Szenen entdecken

 

Die Kunst liegt im Wechsel. Zu wissen, wann man bleibt – und wann man weiterzieht.

„Was wäre, wenn?“ – Die wichtigste Frage für bessere Bilder

Mike stellt sich konstant eine simple, aber kraftvolle Frage:

„Was wäre, wenn…?“

  • anderer Winkel?
  • bessere Person im Frame?
  • stärkerer Hintergrund?
  • noch ein Element, das das Bild trägt?

 

Dieses Denken macht den Unterschied zwischen einem guten und einem starken Bild.

Muster erkennen – Warum sich gute Szenen wiederholen

Wenn etwas einmal passiert, passiert es wieder.

Das bedeutet: Street Photography ist nicht nur Beobachtung – sondern auch Vorhersage.

Wer beginnt, Muster im Alltag zu erkennen, wird schneller, präziser und bewusster fotografieren.

Kreativität ist ein Prozess – Nicht auf den perfekten Moment warten

Ein weiteres großes Learning:

Nicht warten, bis alles perfekt ist. Einfach anfangen.

  • ausprobieren
  • iterieren
  • dranbleiben

 

Kreativität ist kein Geistesblitz. Sie entsteht im Tun.

Oder, wie Mike es lebt:

„Get the ball rolling.“

Mindset – Denk nicht wie ein Fotograf

Vielleicht der wichtigste Punkt von allen:

  • Sei neugierig
  • Interessiere dich ehrlich für deine Umgebung
  • Lass dein Ego raus
  • Sei offen für das, was passiert

 

Und vor allem:

Denk nicht wie ein Fotograf. Denk wie ein Beobachter.

Fazit – Wien war nur der Anfang

Diese zwei Tage in Wien waren mehr als ein Workshop. Sie waren ein Perspektivwechsel.

Ich habe nicht gelernt, bessere Fotos zu machen.

Ich habe gelernt, besser zu sehen.

Und genau darum geht es.

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